Grüss Gott, wenn du ihn siehst!

Das ruft mir heute Morgen ein Klient zu, als er am Gassenzimmer eintrifft. Ich muss schmunzeln, ist doch gerade dieser Mann immer wieder für einen überraschenden Spruch zu haben. Dass wir die Menschen, die an uns vorbeilaufen, grüssen, sehen wir als einen unserer Aufträge mit unseren Gasseneinsätzen. Es ist uns ein Anliegen, dass Menschen sich … Grüss Gott, wenn du ihn siehst! weiterlesen

Was ist da los?

Immer wieder haben wir Kontakt mit Passanten zwischen dem Friedhof Wolf Gottesacker und der Tramhaltestelle MParc. Zum Teil beobachten diese eine Weile das Geschehen vor dem Gassenzimmer, bevor sie sich verwundert an uns wenden. Was denn das für ein Gedränge sei, fragt mich heute eine ältere Frau und kurze Zeit später eine andere, ob es … Was ist da los? weiterlesen

Begegnung

Im März 19 traf ich eine Frau mit einem Hund auf der Strasse. Ich sprach sie auf den schönen Hund an und es entstand ein interessantes Gespräch. Als die Frau meinte, dass sie einsam sei und keine Tagesstruktur hätte, empfahl ich ihr die Stiftung Rheinleben. Sie sagte, sie kenne wenige Leute und müsse wahrscheinlich zur … Begegnung weiterlesen

Was zählt…

Dieses Jahr haben wir ungewöhnlich viele Todesfälle auf der Gasse betrauert. Die wenigsten Menschen starben nicht direkt in Folge einer Überdosis, aber doch fast alle an den Folgen ihrer Sucht, seien das Infektionskrankheiten, Organschäden oder Gewalteinwirkung im Rahmen der Beschaffungskriminalität. Wenn etwa jede Woche ein Mensch betrauert wird, rückt der Tod und damit die existenzielle … Was zählt… weiterlesen

Gebet

Es gibt Tage, da gehen wir nach einem Einsatz nach Hause und müssen uns selbst gut zureden, dass das Sinn macht, was wir da tun, weil wir nur wenige Menschen angetroffen haben, keine Gespräche mit Tiefgang geführt haben und vielleicht grade noch von einem Platzregen überrascht wurden. Dann gibt es Tage, da sind wir überzeugt, … Gebet weiterlesen

Hesch mir en Stutz?

„Was soll ich machen, wenn mich am Bahnhof jemand um einen Stutz fragt?“, wollen Menschen ab und zu von mir wissen. Und eigentlich, merke ich immer wieder, wollen sie dann eine einfache Antwort, ein Ja oder Nein, vielleicht noch mit einer guten Begründung, die ihr Verhalten rechtfertigt und ihnen die Verantwortung dafür abnimmt. So verwundert … Hesch mir en Stutz? weiterlesen

(R)AN(D)STÄNDIG

Vielleicht ist der grösste Dienst, den wir den Menschen auf der Gasse erweisen, der unserer schlichten Präsenz. Egal, was uns begegnet an Verhaltensweisen, verbalen Eskarpaden, traurigen gesundheitlichen Zuständen und himmelschreienden Lebensgeschichten - wir sind da und halten aus, Tag für Tag, morgens, mittags, abends, bei stechendem Sonnenschein und bei Eiseskälte. Weil wir glauben, dass Jesus, … (R)AN(D)STÄNDIG weiterlesen

Warm um’s Herz

Es ist kälter als erwartet. Nichts mit den versprochenen 18 Grad meines Wetter-Apps, keine Sonne und dazu noch eine Bise. Die Wetterfrösche sind auch nicht mehr, was sie mal waren, technologischer Fortschritt hin oder her. Ich bin allein im Einsatz und laufe ein bisschen hin und her, um in Bewegung zu bleiben, als G. auf … Warm um’s Herz weiterlesen